Wiener Mädels
Kroatien August 2017

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Samstag, 29. Juli 2017

Um sechs abends waren wir sieben endlich in der Marina Sukosan vereint:

Johanetta, Silke, Unmani, Annika, Yamuna, Sophia und ich, die Skipperlissy namens Elisabeth. Alle Mädels außer mir waren aus Wien.

Unser Schifflein, eine Elan44 impression SAGITTA empfing uns sauber und adrett, ebenso wie die netten Damen im Büro von Asta Yachting. Wir bekamen einen Außenborder und ein WLAN-Kastl, einen feschen Burschen, der die Einweisung machte und um halb zehn hatten wir im Restaurant gegenüber Steg 6 die Skipperrede überstanden und etwas auf dem Teller.

 

Sonntag, 30. Juli 2017

Weil die Anfangsverproviantierung etwas dürftig ausgefallen war, fuhren Johanetta und ich noch einmal zum neuen Spar-Supermarkt vor den Toren der Marina.

Eine Ladung Tomaten, eine Wurst, die aussah wie Katzenfutter, vier Liter Milch und ein bisschen Bier sollten noch mitreisen.

Dann füllten wir den Wassertank und legten ab. Wir trödelten nett Richtung Süden, die Damen sortierten sich und die winzigen Schiffskleiderschränke und waren mit unseren 0,5 Knoten Fahrt durchaus zufrieden, sogar die Jugend. Alles möglichst langsam und ruhig war der einstimmige Wunsch für diese Reise. Das kam mir sehr entgegen.

Es war noch keine Stunde vergangen, da entdeckte ich schwarze Wellenkämme, Delphine! Meine Mädels waren begeistert und Annika machte ein Foto, auf dem man sogar etwas etwas von Delphinen sah.

Wir lasen, erzählten, vesperten, schmissen Melonenschalen ins Wasser, schön.

Trotz der unendlichen Langsamkeit, mehr als 2 Knoten sollten es heute nicht werden, standen wir nachmittags bei Vrgada und um sechs ankerten wir an einem schönen Fleck zwischen Arta und Murter. Leider war das das Einfallstor nach Murter-Marina für die kleinen Motorscheißerchen mit wenig Tiefgang, sodass bis abends um acht ein ziemlicher Zugang herrschte. Dann kehrte himmlische Ruhe ein in unserer Uvala Zminjak. Fast 20 Meilen geschafft.

Montag, 31. Juli 2017

Unsere Bucht lag so lange ruhig und friedlich, bis um halb acht die ersten Motorboote an uns vorbeirauschten. In einiger Entfernung zwar, aber das reichte, um die SAGITTA zum Schaukeln zu bringen.

Eigentlich wollte ich den Morgenwind mitnehmen, aber dann badeten wir doch lieber ausführlich und segelten dann langsam gen Süden an Murter entlang Richtung Sibenik. Sophia hatte das Steuern ganz schnell heraus, Annika zierte sich zuerst ein bisschen, gab aber dann eine sehr passable Steuerfrau ab und Yamuna zeigte dem Schifflein auch sehr entschieden den Weg durchs Wasser. Zwischen Privic und Tijat stand Johanetta am Rad. „Oh, ich verwechsle immer rechts mit links!“ Silke half: „Wenn du nach rechts willst, drehst das Rad nach rechts!“ Gerade, als ich einen Logbucheintrag machte, machte SAGITTA einen sauberen Diener und fuhr geradewegs in eine Patenthalse hinein. Rumms. Wir brachten das Segelchaos wieder in Ordnung und die ELAN 44 wieder auf den rechten Weg. „Hab ich was kaputt gemacht?“ fragte Johanetta kleinlaut. „Nein, nein, alles ist heil!“ beruhigte ich sie.

Vier der sieben Mädels spielten Schnapsln. Ein Kartenspiel, nicht Himbeergeistheben. Unmani suchte mit mir verschiedene Buchten aus, wo wir die Nacht verbringen konnten, aber dann kam nachmittags mehr Wind und verhalf der SAGITTA zu 6 Knoten Fahrt. Dann lasen wir aus den diversen Reiseführern Geschichtliches zu Sibenik und dem Nationalpark der Krka-Wasserfälle und gemeinsam beschlossen wir, Sibenik erst einmal rechts liegen zu lassen und gleich weiter Richtung Skradin zu fahren. Bis Sibenik segelten wir, langsamst, während tausend Yachten und Motorkleinscheißerchen an uns vorbei brausten. Wir sahen dafür mehr. U-Bootbunker, Vögel, das neue Willkommensschild von Sibenik.

Bis zur Brücke zog uns die Genua, der Wind hatte auf fünf Beaufort aufgefrischt, aber dann rollten wir das Tüchlein weg. Kreuzen durch den Fjord wollte ich mit meinem noch uneingespielten Team nun doch nicht. Sophia und Yamuna steuerten und zielten auf die Mitte der Brücke zu, damit wir unbeschadet darunter durchkamen. Ein Mädel am rechten Rad und eine s am linken. Wie soll das gehen, fragst Du Dich, lieber Leser. Na ja, manchmal waren sie sich nicht einig und drum schlug ich vor, dass drei Minuten eine Dame und drei Minuten die andere Dame übernehmen sollte. Das ging dann besser.

Während ich dann mit Yamuna an der Karte herausbekam, dass im See 40 Grad zu steuern waren, damit wir zum anvisierten Ankerplatz gelangten, steuerte Sophia tapfer die Windungen des Fjords hinauf. „40 Grad“ rief Yamuna ins Cockpit. „In welche Richtung?“ fragte jemand zurück.

Hinter der Südkardinaltonne schauten wir uns zuerst die Wassertiefen an, fanden einen Platz, der von allen Seiten gut frei war, ließen den M-Anker ins Brackwasser und fuhren ihn ein. Der fünfer Wind würde hoffentlich abends nachlassen.

Nun wurde gekocht, das Mittagessen gab es dann um halb sechs: Spaghetti mit Käsesoße und ein Töpfchen Gemüse dazu. Zuvor sprangen Sophia, Yamuna und ich diverse Figuren ins grüne Wasser: Kerzen, Hechte, Schrauben und Arschbomben.

Eine Yacht kam an, ankerte ganz nah neben uns und sogleich waren acht Menschen im Wasser. Es war eine Familie mit einem Skipper, sieh an. Ich unterhielt mich mit der Mutter. Ja, er sei ganz nett, der Skipper, aber „der lässt sich schon ganz schön bedienen!“

Besagter Skipper gab mir seine Karte, er suche immer nach Aufträgen. Im Moment sei er für Windbeutel-Reisen unterwegs. Seine Wochengage verrate ich hier nicht.

Dienstag, 1. August 2017

An der Wand meiner Kabine, direkt neben meinem Gesicht, raste ein gelber Schatten entlang. Eigentlich war es das Gegenteil eines Schattens, die Sonne kletterte nämlich mit unglaublicher Geschwindigkeit den Hügel hinauf und war nach 10 Sekunden ganz oben angekommen. So schnell, dass ich kaum Zeit hatte, mich aus dem Seidenschlafsack zu wutzeln und mich zum Deckenfenster hinauf zu schwingen. Ein leises Lüftchen wehte um meine Nase, zwei Schwäne putzten sich am Ufer, was für ein Morgen. Es war sechs Uhr dreiundzwanzig.

Gaaanz leise setzte ich mir einen Kaffee auf und kurze Zeit später schwamm Unmani schon ums Schiff herum. Hier im See zwischen Sibenik und Skradin hatte ich ein Chiemseegefühl, schon wegen der Autobahn, die man ganz leise als Untermalung der Morgenidylle vernahm.

Als genügend Yachten von Skradin herausgekommen waren, motorten wir zum Städtele. Wir waren schon bestens vorbereitet am Kai angekommen, Leinen wurfbereit, Bootshaken in Unmanis Händen, da pfiff man uns sehr unschön von der Seite an. Ein Hafenmännlein zeigte mit dem Arm Richtung Marina und drehte sich weg. Benimmt man sich so in Kroatien? Scheinbar.

Zweiter Versuch. Ich steuerte rückwärts noch einmal an die Stelle, um mit dem Männlein zu sprechen. Schon kam der Arm wieder hoch und weil ich nicht locker ließ, brachte er sogar den Mund auf. Es sei alles reserviert. Ich verwies auf eine Lücke zwischen anderen Seglern. Ja, der Platz sei reserviert für einen, der telefoniert hat und wegen eines Schadens her muss. So ein Schmarrn. Mit einem Schaden am Schiff fahre ich doch nicht den langen Fjord hinauf, da bleibe ich gleich in Sibenik. Lüge also.

In seiner Not und weil ich nicht aufgeben wollte, schrie er einem Marinamensch, der im Gummiboot ankam. Wenigstens war der freundlicher und meinte, die Stadtkai wäre von einer Firma reserviert. Alles Schmarrn, abends lagen die Neureichen mit ihren Megayachten da. Wir könnten den halben Tagespreis für die Marina für vier Stunden bezahlen, das wären 40 Euro. Mit full service, meinte der nette Herr im Gummi.

Unmani schüttelte den Kopf: „Wir wollen keinen Service.“ Ich hätte es wissen können, wir ankerten eben.

Zwei Stunden blieben wir noch, badeten, aßen, ruhten, badeten, und dann bootete ich meine Mannschaft aus. Zuerst versuchte ich zu rudern, aber das linke Ruder ging dauernd aus seiner Führung. Nach der ersten Fuhre Frauschaft nahm ich doch den Außenborder und als alle auf dem Schiff Richtung Nationalpark Krkawasserfälle waren, hatte ich einen Nachmittag für mich.

Um sechs machte ich mich auf, platschte ins Gummiboot und erwartete meine Mädels. „Hast Du gekocht?“ fragte mich Silke. Sie waren so hungrig und müde, dass niemand mehr kochen wollte. Das Restaurant Dalamatia kam uns gerade recht und schon um acht Uhr hatten wir Doraden und Hühnercordonbleu auf den Tellern. Es schmeckte ganz gut, aber komisch war, dass die drei Hühnerfleische alle genau gleich aussahen.

Mittwoch, 2. August 2017

Es war schon schön an unserm Ankerplatz, wir badeten ausgiebig und sprangen wieder Schrauben und Hechte ins grüne Wasser.

Sibenik erwartete uns mit einem ziemlich freien Kai. Schon winkte wieder ein Herr und lotste uns genau an den Platz, den ich als letztes genommen hätte, direkt neben einem winzigen Seglerchen. Der Wind drückte uns natürlich darauf und schon sprang ein Hafenkollege im ebenso blauen T-Shirt an Bord, vorgeblich, um Unmani an der Muring zu helfen. „This is work for men!“ hatte er zu ihr gesagt, so was!

Komischerweise regte ich mich nicht auf und ließ ihn einfach seine merkwürdige Klampenbelegung machen. Bloß, dass er nicht verschwand, sondern auch noch unsere Stelling ausbauen wollte, damit die Entfernung zum Kai überwindbar wurde. Das wurde mir dann zu viel und schickte ihn weg, den Obermacho.

Zwei Stunden durften wir umsonst liegen und eroberten bei 38 Grad stehender Sommerglut den Markt. Es war schon 12 und drum lagen nur noch ein paar verlorene Doraden da, aber riesige Berge von Sardinen türmten sich noch auf den Steintischen. Wir kauften sowohl als auch, nahmen noch Gemüse und Obst mit und packten alles ins Schiff. Das Wasser floss in Strömen aus unser aller Körpern. Mit ein paar Kübeln Hafenwasser retteten wir uns vor dem drohenden Tod durch Hyperthermie, ah, das tat gut.

Ein bisschen Kultur in Sibenik musste für meine Crew schon noch sein und ich setzte mich blöd ins Cockpit und schaute die vorbeiflanierenden Leute an.

Dann blies uns wieder der Fahrtwind um die Nase. Wir schipperten Richtung Tijat hinüber und legten uns in eine Bucht. Baden.

Als unser eigener Motor nach dem Ankern aus war, wummerte es am Festland weiter. Oh, nein, bitte nicht. die ganze Nacht dieses Unz Unz Unz, das ging gar nicht. Alle machten komische Gesichter und erst, als ich fragte, ob wir uns eine andere Bucht suchen sollten, leuchteten die Augen wieder.

Gut, Anker auf! Wir brauchten sowieso Strom und die eine Stunde motoren nach Kaprije tat den Batterien sehr gut. Die Uvala Rementic hatte ich mir ausgeschaut, bei Nordwestwind zwar nicht richtig ideal, aber ich vertraute unseren M-Anker, der bis jetzt bombig gehalten hatte.

In meiner Bucht lag ein Segler, gegenüber auf Kakan im Bojenfeld bestimmt dreißig. Die kroatischen Schipperer sahen uns als Nachbarn gar nicht gerne und meinten, neben ihnen könnten wir auf gar keinen Fall liegen, aber das war mir schnurzegal.

Drei Bojen ließ ich rechts liegen, die weißen Wasserkanister, die ein Fischer an sein Netz geknüpft hatte ebenso, Yamuna ließ den Haken hinunter und gut.

Kam doch die Dame vom Nachbarschiff aufs Vordeck. Wir hatten zwei Schiffslängen zwischen uns, aber das war ihr too close. Ich bot ihr an, 10 Meter Kette aufzunehmen, sie meinte, das wäre für unsere safety nicht gut, dann versuchte ich, sie zu 20 Meter Kette mehr ihrerseits zu überreden, weil sie nur 30 Meter gesteckt hatte. Das passte ihr auch nicht, weil sie sonst zu nah ans Ufer käme. Ok, dann machten wir einfach nichts, mir war’s ja recht so.

Die Kinder und ich spielten ein lustiges Schätzspiel: wie weit ist der Nachbar vom Ufer entfernt. Nach einigen Beiträgen seitens Sophia, Annika und Yamuna einigten wir uns auf 80 Meter.

Wir brieten unsere Doraden und gerade, als wir mit Strinlamperl im Cockpit unsere Tiere aßen und feinsäuberlich die Gräten herausfischten, tuckerte ein Boot heran. zuerst machten sie beim Nachbarn mit gefährlich kurzer Kettenlänge Halt. Schon dachte ich an Freunde, die sich besuchten.

Weit gefehlt, mitten im schönsten Fischfettfingerlutschen hielten sie auf uns zu. 250 Kuna bitte, aber ohne bitte. Was? Wofür?

Seinem Boss gehörten drei Buchten hier herum und er sei nur der Steuereintreiber, na gut, 200 Kuna. Wir drückten ihm 100 in die Hand mit der Bemerkung, dass dieser Preis nirgends zu lesen sei. Auf keinem Schild, nicht im Seehandbuch, nirgends. Er darauf: „In the internet!“ Wie eine Klette klammerte der Zachäus an unserer Reling fest und war nur abzuwimmeln mit weiteren 100 Kuna. Halsabschneider! Natürlich will im Stockdunklen niemand mehr aus seiner Bucht. Und das wissen die Typen vom Balkan ganz genau.

Donnerstag, 3. August 2017

Traumbucht mit glasklarem Wasser, so stand es im unserem Reiseprospekt. Und so war es an diesem Morgen. Wir wollten gar nicht mehr weg aus unserer Uvala Rementic auf Kaprije . Die einen frühstückten so, die anderen so. Maisbrei mit Leinöl oder Wurstbrot mit Tomaten und Oliven.

Wir schwammen, sprangen, spielten Karten, badeten wieder. Um 12 war es dann soweit, Anker auf.

Ein lustiges Windelein mit fünf Beaufort aus Nordwest verhalf der SAGITTA, ich muss ja wieder einmal den Schiffsnamen erwähnen, zu fünf bis sieben Knoten Fahrt. Je nachdem, wie geschickt die Steuerfrau ihr Handwerk konnte. Ich muss meine Mädels wirklich loben. Jede auf ihre Art trug dazu bei, dass sowohl die Segelei als auch die kulinarische Seite nicht zu kurz kam und es allen richtig Spaß machte.

Nach einer Weile schaute Johanetta am Rad genauso entspannt, wie die anderen Mädels, wenn sie steuern durften. Mit jeder Minute bekamen meine Damen mehr Gefühl für Wind, Segel und Kurs, warum ist denn eine Woche so kurz? Nebenbei kniffelten die kleinen Mädels in der blauen Salatschüssel. Wunderbar.

Weil wir kreuzen mussten, dauerte unsere Reise gen Norden etwas länger und ich sah den Gesichtern und meiner Armbanduhr schon an, dass die Bucht auf der Insel Zut, die sich Johanetta gewünscht hatte, keine Option für heute mehr war. Das wären noch drei lange Schläge geworden. Dem gegenüber stand auch noch der Wunsch einer einzelnen Dame, schon um sechs Uhr zu essen und es war schon fünf. Tja, alles konnte man nicht haben.

Querab von Vrgada bargen wir die Segel, welches Schnürl war gleic h wieder für welches Segel zuständig? Eine Stun de motorten wir noch gegen den Wind, Strom brauchten wir sowieso dringend und fanden am auserkorenen Platz vor dem Inselchen Gangaro nur zwei Schiffe. Ein Knattermotorboot fuhr gerade weg und der Katamaran machte sich nach einer Stunde auch auf den Weg. Wir waren alleine, himmlisch.

Silke buk einen Buchweizenpfannkuchen nach dem nächsten aus, Unmani und Johanetta schnipselten Gemüse und die jüngeren Mädels sprangen wieder Spiralen, Kerzen und Brezeln in die Adria.

Zum Abspülen der Teller erfand Sophia eine geniale Methode: sie stieg mit einer vollen Pütz auf den Hochsitz am Heck und ließ ein ums andere Mal die volle Wasserladung auf die auf der Badeplattform verteilten Teller platschen. Die Teller hielten diese Prozedur sogar aus.

Als ich schon im Bett lag, hörte ich Sophia beim Bereiten ihren Deckschlafplatzes vor sich hinsingen: Prost prost prösterchen, im Bier sind Kalorien, meine Bordhymne.

Freitag, 4. August 2017

Wir wachten schon wieder in einer Traumbucht auf, ganz schön langweilig, gell verehrter Leser. Aber vor unserem Inselchen Gangaro lag es sich besonders ruhig, außer wenn von weitem zwei Wellen von einem Fischerkahn herschwappten und die SAGITTA für drei Sekunden ins Taumeln brachten.

Was sah ich da, als ich den Kopf durch mein Deckenfenster steckte? Yamuna und Sophia schliefen sehr süß in ihre Schlafsäcke gekuschelt in der Morgensonne.

Als erstes stieg ich ins klare Wasser, unter mir die Seegurken auf dem Sandgrund, und erst dann setzte ich mir Kaffee auf. In dieser Woche war ich der einzige Kaffeetrinker, sehr seltsam. Unmani kochte Maisbrei zum Frühstück.

Bis 12 faulenzten wir in unserer Bucht herum, Johanetta segelte langsam um Gangaro links herum, um die Kornaten noch einmal in Augenschein nehmen zu können (solche Wünsche lassen sich leicht erfüllen), dann kam ein leichtes Lüftchen um Pasman Süd herum und um drei fiel der Anker schon wieder südlich Babac.

Es war wieder Vesperzeit für Tomaten-Mozzarella, Salat und Knäcker, Hechte, Schrauben, Arschbomben.

Alle Welt strebte gen Marina, nur wir ließen uns Zeit und segelten glatt noch einmal eine halbe Stunde, bis wirklich nichts mehr ging und uns die Sonne bloß noch erbarmungslos auf die blasse Haut brannte.

An der Schlange vor der Tankstelle fuhr Sophia ganz entspannt vorbei, tanken konnte ich ja morgen früh, weil ich auf der SAGITTA noch zwei Wochen bleiben durfte.

Diese Zusammenpackerei, Duschen, Dinge suchen, das brauchte seine Zeit und als wir dann um halb neun im Restaurant saßen, war dasselbe so voll, dass die Kellner überhaupt gar keine Zeit für uns hatten. Die Kinder nörgelten, die Zeit verging. Letztendlich war ich schuld, dass wir noch ein paar Zucchini und Tomaten kauften und am Schiff Spaghetti kochten. Und eigentlich waren alle ganz froh darüber. Nur Johanetta meinte: „Das war jetzt aber nicht meine versprochene Einladung.“ Und dann sangen wir noch ein paar Abendlieder.

Samstag, 5. August 2017

Eine Woche mit ungetrübtem Himmel, gerade richtig dosiertem Wind, viel Schwimmen und großer Entspanntheit ging zu Ende.

Die halbvollen Quinoatüten, Reste von Reismilch und Buchweizenmehl, angebrochene Misopaste und Kokosfett, Maismehl und Soja kamen wieder mit nach Wien, ich hätte keine wirkliche Verwendung dafür gehabt. Mädels, ihr werdet mir abgehen.

Schiff:  Elan 44 namens SAGITTA

    • Route:  Sukosan – Bucht bei Murter Uvala Zminjak.- Krka-See – Skradin – Sibenik – Tijat – Kaprije – Gangaro - Sukosan
    • Seemeilen:  139, davon 90% gesegelt
    • Motorstunden:  11,5
    • Bordkasse:  keine Ahnung, viel war es nicht.